Verbot der Budapest Pride sorgt für internationale Proteste

Für internationale Proteste sorgt die Entscheidung des Budapester Polizeipräsidenten Tamas Toth, die Genehmigung für die 15. Budapest Pride Parade zurückzuziehen, weil diese offenbar zu nahe an das ungarische Parlament gekommen wäre.

Offizieller Grund dafür die Rücknahme der Genehmigung waren Verkehrsbehinderungen. Das können die Organisatoren nicht verstehen: „Es ist schwer zu verstehen, warum die Polizei die Entscheidung, die Parade zu verbieten, mit Verkehrsstörungen in der Andrássy-Straße begründet, während das im September 2010 kein Problem war“, so die Organisatoren. Sie rufen Toth auf, „die Versammlungsfreiheit der lesbischwulen Community nicht zu behindern“.

Kritik an der Entscheidung kommt auch auf europäischer Ebene: „Wir sind über diese Entwicklung ernsthaft besorgt. Ungarn hält derzeit den Vorsitz der Europäischen Union und sendet ein falsches Signal aus, wenn es um den Respekt der Union für die Menschenrechte aller geht“, so Evelyne Paradis, die Geschäftsführerin von ILGA Europe.