Auch neuer Moskauer Bürgermeister will keine Schwulenparade

Auch zukünftig soll es in Moskau keine Lesben- und Schwulenparaden geben. Das hat der neue Moskauer Bürgermeister Sergej Sobyanin am Mittwoch gegenüber der Radiostation „Ekho Moskvy“ klar gestellt.

Damit sind die Hoffnungen der Community gebremst, nach dem Rücktritt des offen homophoben Bürgermeisters Juri Lutzkow eine offiziell genehmigte „Moscow Pride“ durchführen zu können. Lutzkow hatte die Durchführung von Paraden jedes Jahr verboten und sie sogar als „satanisch“ bezeichnet.

Sobyanin sagte in dem Radiointerview über Lesben- und Schwulenparaden: „Moskau braucht so etwas überhaupt nicht, und ich unterstütze das nicht.“

Damit scheint er den Kurs seines Vorgängers fortzusetzen – doch dieser kam Russland schon teuer: Organisator Nikolaj Alexejew klagte erfolgreich vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen das prinzipielle Verbot – und gewann. Der russische Staat wurde schuldig gesprochen und verpflichtet, Alexejew 12.000 Euro für den nichtmateriellen Schaden und 17.510 Euro für seine Unkosten zu bezahlen.