Iran will 19-Jährigen wegen Homosexualität hinrichten

Im Iran droht einem 19-Jährigen die Hinrichtung: Er wurde wegen Homosexualität zum Tode verurteilt. Amnesty International ruft deshalb zu einer „Urgent Action“ auf.

Ehsan (der Nachname ist Amnesty bekannt) wurde vor zwei Jahren festgenommen von den iranischen Behörden festgenommen. Er und zwei weitere Jugendliche wurden von einem Mann der versuchten Vergewaltigung beschuldigt.

Nach fast vier Wochen Folter legte Ehsan schließlich in einem Verhör ein Geständnis ab. Vor Gericht widerrief er dieses aber und bestritt den Vorwurf. Auch der Mann, der die Vorwürfe gegen die drei Jugendlichen erhoben hatte, nahm diese bereits bei der ersten Verhandlung bereits vollständig zurück.

Trotzdem befand ein Gericht in Fars befand der „Homosexualität“ (lavat) für schuldig und verurteilte ihn zum Tode – und das, obwohl einer der fünf Richter Ehsan für nicht schuldig befunden hatte und seine Freilassung forderte. Doch die Abteilung 13 des Obersten Gerichtshofs in Teheran ließ sich davon nicht beeindrucken: Sie bestätigte das Todesurteil.

Amnesty ist nicht bekannt, ob die oberste Justizbehörde des Iran bereits die Zustimmung für die Hinrichtung gegeben hat. Wenn dies der Fall sein sollte, könnt Ehsan jederzeit hingerichtet werden. Die Menschenrechtsorganisation ruft deshalb zu einer Mailaktion auf. Musterbriefe und E-Mail-Adresse sind auf der Schweizer QueerAmnesty-Seite nachzulesen.

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