Donnerstag, 18. Juli 2024
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Günter Tolar kritisiert SoHo scharf

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Heftige Kritik an der sozialdemokratischen Homosexuellenorganisation SoHo übt ihr ehemaliger Vorsitzender Günter Tolar.

Anlass für diese Kritik ist, dass die SoHo sich nicht zu Wort gemeldet hat, als Lesben und Schwule als schutzwürdige Gruppe aus dem neuen Gleichbehandlungsgesetz geflogen sind. „Sämtliche Homosexuellen-Organisationen haben protestiert,  bedauert, Kommentare abgegeben. Sämtliche? Die SoHo hat geschwiegen“, ärgert sich Tolar.

Auch die Begründung der SoHo ärgert ihren ehemaligen Vorsitzenden: Die entsprechende EU-Richtlinie sei noch nicht da, erklärteder heutige SoHo-Vorsitzende Peter Traschkowitsch seinem Vorgänger. Allerdings: Mit genau dem gleichen Argument hat die Volkspartei ihren Widerstand begründet, Lesben und Schwule stärker vor Diskriminierung zu schützen. Tolars Schlussfolgerung: „Die sozialdemokratische SoHo akzeptiert und vertritt also den Standpunkt der ÖVP“.

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Weiters kritisiert Tolar, dass die SoHo seiner Meinung nach in der Community zu wenig präsent sei: „Die SoHo tut also nicht nur nichts, sie lässt die eigenen GenossInnen (Ministerin und Abgeordnete) und die Homosexuellen im Regen stehen. Wie ich höre, ist die SoHo neuerdings sehr gut organisiert. Sie hat sogar einen eigenen – von der Partei bezahlten – Sekretär. Als die SoHo noch erfolgreich und sichtbar und hörbar war, war sie nur ehrenamtlich unterwegs. Aber erfolgreich, sichtbar und hörbar. Und genau das verlange ich von einer SoHo“, schließt Tolar in seinem Blog.