Schwuler Rechtspopulist wird Schweizer Nationalrat

Ab sofort hat die Schweiz einen offen schwulen konservativen Nationalrat: Thomas Fuchs von der nationalpopulistischen SVP ist in das Eidgenössische Parlament nachgerückt.

Gegenüber der Tageszeitung „Blick“ glaubt der 44-Jährige, der noch bei seiner Mutter lebt, dass er nicht der einzige schwule Politiker in Bern ist: Es gebe einige, „die sich nicht outen, die es für sich behalten, weil sie Angst haben“. Eine Einstellung, die Fuchs nicht teilt. Würden schwule und lesbische Politiker zu ihrer sexuellen Orientierung stehen, „hätte man darüber viel weniger zu diskutieren“, ist sich das Mitglied der auch parteiintern umstrittenen GaySVP sicher.

Fuchs ist sich auch sicher, bei der Nationalratswahl im Herbst erneut in den Nationalrat gewählt zu werden. Schließlich sei er ein „Politiker für alle Bürger“. Außerdem legt die SVP ihre Listenplätze nach dem Alphabet fest, „wodurch ich weit vorne zu finden bin“, frohlockt der Armee-Oberst in der „Blick“. Und seine Politik ist stramm auf Linie der populistischen SVP: Er gilt als Rechtsaußen der Berner Kommunalpolitik. Fuchs ist gegen einen Beitritt zur EU und für die sofortige Ausweisung kriminell gewordener Ausländer.