Heinisch-Hosek will Adoptionsrecht für Schwule und Lesben

Mit einem mutigen Vorstoß macht Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek auf sich aufmerksam. In einem Interview mit der Tageszeitung „Österreich“ fordert sie das Adoptionsrecht für Lesben und Schwule. Außerdem ist die Ministerin dafür, dass sich lesbische Paare künftig legal in Österreich künstlich befruchten lassen können.

„Kinder brauchen in erster Linie Geborgenheit, das können homosexuelle Paare genauso bieten“, ist Heinisch-Hosek überzeugt. Geht es nach der SPÖ-Ministerin, soll es zuerst in Eingetragenen Partnerschaften möglich sein, das leibliche Kind des Partners zu adoptieren. Diese Stiefkindadoption wird von den meisten Vertretern der lesbischwulen Community gefordert und auch von Erziehungsexperten unterstützt.

In einem weiteren Schritt könnten später auch fremde Kinder von schwulen oder lesbischen Paaren adoptiert werden können, hofft Heinisch-Hosek. Sie hofft, die Bevölkerung dabei auf ihrer Seite zu haben: „Ich glaube, die Menschen sind viel weiter, als man denkt. Zum Beispiel setzt Wien viele homosexuelle Paare als Pflegeeltern ein und das funktioniert wunderbar“, so die Frauenministerin.

Unterstützung für diese Pläne kommt von den Grünen. „Es gibt keinen sachlichen Grund, Lesben und Schwulen die Adoption von Stiefkindern und anderen Kindern weiterhin zu verbieten“, so Jennifer Kickert, Grüne Bundesrätin und Sprecherin für Lesben-, Schwulen- und Transgenderpolitik.

Gegen die Pläne von Heinisch-Hosek ist erwartungsgemäß die FPÖ. „Kinder haben ein Recht auf Mutter und Vater und müssen vor den gesellschaftspolitischen Experimenten der SPÖ und anderer linker Gruppen geschützt werden“, hetzt FPÖ-Generalsekretär Herbert Er ruft den als konservativ geltenden neuen ÖVP-Obmann Michael Spindlegger demonstrativ auf, gegen die Pläne der Frauenministerin aufzutreten. Eine Stellungnahme der Volkspartei steht noch aus.