US-Armee bereitet sich „offensiv“ auf Homo-Soldaten vor

Nachdem in den nächsten Monaten das Verbot für offen lebende Lesben und Schwule, in der US-Armee zu dienen, fallen wird, bereiten sich die Streitkräfte offensiv auf ein Ende von „Don’t Ask, Don’t Tell“ (DADT) vor. In Seminaren bereitet das Militär seine Soldaten auf die Eigenheiten ihrer neuen Kameraden vor.

Dabei geht es mitunter nicht ohne verkrampfte Erklärungen: So hat etwa die Marineinfanterie einen Leitfaden für Seminarleiter herausgegeben, in dem steht, dass nicht jeder, der ein Bier in einer Schwulenbar trinkt, auch gleich homosexuell sein muss. Bediensteten, die aus religiösen Gründen Probleme mit schwulen oder lesbischen Kollegen haben können, wird klar gemacht: „In diesen neuen Richtlinien geht es um Ordnung und Verhalten, nicht um den Glauben“.

Den neuen Richtlinien zufolge dürfen homo- und heterosexuelle Soldaten nicht getrennt behandelt werden, zum Beispiel in Schlafsälen. Werden schwule oder lesbische Soldaten gemobbt oder diskriminiert, ist es die Pflicht jedes Soldaten, das zu melden.

In eigenen Trainingseinheiten soll den Militärangehörigen der letzte Schliff für den Umgang mit gleichgeschlechtlich liebenden Soldaten gegeben werden. Unter anderem sollen sie gefragt werden, wie sie sich fühlen, wenn einer ihrer Kandidaten bei einer Lesben- und Schwulenparade mitmacht.