Weißrussische Lesben- und Schwulenaktivisten festgenommen

Am Dienstag wurde auf der ganzen Welt der Tag gegen Homophobie begangen – in der weißrussischen Hauptstadt Minsk endete er mit 15 Verhaftungen von schwulen und lesbischen Aktivisten.

Die Aktivisten nahmen an einem Flashmob teil. Wie das Portal „gayby.net“ berichtet, wurden die Aktivisten von Polizisten in Zivil festgenommen, als sie Flugblätter verteilen wollten. Unter den Verhafteten ist auch der Organisator Sergei Androsenko. Auf einer Polizeistation sollten sie ihre Fingerabdrücke abgeben, die Verhafteten weigerten sich aber. Daraufhin ließ die Polizei die Männer und Frauen wieder frei.

In den Tagen zuvor konnten die Aktivisten ungestört demonstrieren – unter anderem auch, als sie mit einem Sarg durch die Straßen der Hauptstadt marschierten. Der Sarg sollte die Demokratie in der letzten Diktatur Europas symbolisieren, der Trauerzug dahinter wehte mit Regenbogenflaggen und demonstrierte mit Bannern, um auf die Situation von Schwulen, Lesben und Transgendern in Minsk aufmerksam zu machen.