Evangelikale Gruppen bedrohen schwullesbischen Gottesdienst

In Berlin versuchen evangelikale christliche Gruppen offenbar, einen schwul-lesbischen Gottesdienst zu verhindern, der im Rahmen des CSD stattfinden soll. Das berichtet das Online-Magazin „queer.de“.

So soll im Ökumenischen Rogate-Kloster Sankt Michael zu Berlin am 17. Juni ein Gottesdienst stattfinden. Frater Franziskus, der gemeinsam mit dem Pfarrer Daniel G. Conklin die liturgische Gestaltung des Gottesdienstes übernommen hat, wird deshalb von „evangelikalen Splittergruppen“ bedroht. Sie drohen auch damit, den Gottesdienst zu stören: „Die Schreiber sprechen uns die Zugehörigkeit zur Kirche ab, werfen uns einen falsches Bibelverständnis vor und zweifeln unsere Arbeit an“, fasst Franziskus die Kritik zusammen.

Das 2010 im Szenebezirk Schöneberg gegründete Rogate-Kloster steht allen Konfessionen offen und will ein Ort sein, „in dem ohne Trennung gebetet und heilige Eucharistie gefeiert werden kann“. André Rostalski, Landeschef der schwul-lesbischen Arbeitsgemeinschaft in der SPD (Schwusos), streut der Einrichtung Rosen: „Insbesondere ihr Einsatz gegen Hassgewalt und im Kampf gegen Homophobie ist einzigartig und jede Unterstützung wert“, sagte er „queer.de“.

Deshalb fordert er das Erzbistum Berlin und die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg jetzt auf, „sich mit aller Deutlichkeit hinter das Rogate-Kloster“ zu

stellen.

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