FPÖ hetzt gegen Aufklärung an Schulen

Erneut hetzt die FPÖ gegen Lesben und Schwule. Diesmal im Fadenkreuz der Freiheitlichen: Die Pläne von Stadträtin Sandra Frauenberger, Junglehrer für das Thema Homosexualität zu sensibilisieren – und so auch Selbstmorde unter jungen Schwulen und Lesben zu verhindern.

In einer Presseaussendung hetzt deshalb FP-Bildungssprecher Dominik Nepp: „Frauenberger erkannte glasklar, was an den Wiener Schulen schief läuft: Viele Lehrer haben zu wenig Interesse am Dasein Schwuler!“ und gibt die Kosten für die Seminare mit 500.000 Euro an.

Allerdings: Dieser Betrag ist eine reine Erfindung der Freiheitlichen Propagandamaschine. Der von Nepp angegebene Betrag sei eine „Fantasiezahl“, heißt es aus dem Büro der Stadträtin. Geplant ist lediglich ein verpflichtendes Seminar im Rahmen der Lehrerausbildung.

Und dieses ist dringend notwendig: Einer Wiener Studie aus dem Jahr 2006 zufolge hören 37 Prozent aller befragten Schüler und Lehrer oft Schimpfworte über Lesben und Schwule, in fast 40 Prozent der Fälle von psychischer oder körperlicher Gewalt hat niemand eingegriffen.

Deshalb möchte die Stadt Wien auch Lehrer in den Kampf gegen Homophobie einbinden.