Mann erstickt bei SM-Party: Hintergründe unklar

Im Dunkeln sind die genauen Umstände, unter denen ein 40-jähriger Linzer in der Nacht auf Samstag ums Leben gekommen ist. Der Mann dürfte während einer SM-Party bei Atemkontroll-Praktiken gestorben sein.

Am Freitag ging gegen 23.55 Uhr ein Notruf bei der Linzer Rettung ein, dass sich in einer Wohnung in der Innenstadt ein lebloser Mann befinde. Der Notarzt konnte nur mehr den Tod von Thomas B., dem Wohnungsinhaber, feststellen.

In der Wohnung waren noch drei weitere Männer zwischen 29 und 41 Jahren. Wie sich herausstellte, wurde zu viert eine private SM-Party gefeiert. Mit einem der Männer hatte Thomas B. dabei vor seinem Tod „intensiveren Kontakt“ gehabt, wie es in der Aussendung der Polizei heißt. Es sei jedoch völlig unklar, wie lange der Zeitraum zwischen diesem Kontakt und dem Eintreten des Todes war, erklärte der oberösterreichische Sicherheitsdirektor Alois Lißl.

Ersten Ermittlungen erstickte der 40-Jährige. Das bestätigt auch die Obduktion. Dabei soll allerdings keiner der drei Männer mit ihm im Raum gewesen sein. „Es ist also auch möglich, dass der Mann alleine sadomasochistische Handlungen vorgenommen hat und in der Folge gestorben ist“, erklärt Lißl. Dieser schwere Verstoß gegen Sicherheitsregeln bei SM-Praktiken könnte dem Mann das Leben gekostet haben.

Die Polizei ermittelt derzeit wegen schwerer Körperverletzung mit Todesfolge. „Es wurden verschiedene Utensilien verwendet und gefunden. Nun muss geklärt werden, wer welche Rolle bei den Handlungen gespielt hat“, so Lißl weiter. Der genaue Unfallhergang soll durch Einvernahmen der drei Männer und die Spurensicherung geklärt werden.

Es gibt zur Zeit keine Anzeigen oder Festnahmen.