Zwölf Jahre für Doppelmord, weil Ehefrau sich in Kollegin verliebt hat

Zu zwölf Jahren Haft wegen Totschlags ist ein 33-jähriger Mann in Duisburg verurteilt worden: Nachdem er erfuhr, dass seine Frau eine lesbische Affäre hatte, tötete er das Frauenpaar.

Die Tat ereignete sich am 13. August 2010: Der Metallarbeiter Markus H. fand heraus, dass sich seine drei Jahre jüngere Frau in eine Arbeitskollegin verliebt hatte. Daraufhin nahm er eine Pistole und richtete beide Frauen mit Kopfschüssen regelrecht hin. Auch sich selbst wollte er durch einen Schuss in den Kopf töten, überlebte aber. In einem Abschiedsbrief schrieb er: „Zu keinem Zeitpunkt war es mir möglich, diese kaputte Ehe zu retten.“

Dass der Mann nicht wegen Mordes, sondern wegen Totschlags verurteilt wurde, liegt an der Rechtslage: „Wenn ein Mensch jemanden vorsätzlich tötet, begeht er einen Totschlag. Zum Mörder wird er erst dann, wenn es zusätzliche Merkmale gibt. Zum Beispiel Heimtücke oder niedere Beweggründe. Sie fehlen, weil die Tat durch plötzlich aufkommende Verbitterung geschah“, erklärte Richter Joachim Schwarz der „Bild“-Zeitung. Mit dem Urteil liegt er knapp unter der Forderung der Staatsanwaltschaft von 13 Jahren Haft.