US-Gericht ordnet sofortiges Ende von „Dont Ask, Don’t Tell“ an

Ein US-Bundesgericht in San Francisco hat das US-Militär aufgefordert, die „Don’t Ask, Don’t Tell“-Richtlinie sofort aufzuheben. Diese Richtlinie aus dem Jahr 1993 verbietet es Vorgesetzten, nach der sexuellen Orientierung ihrer Untergebenen zu fragen, hebt aber das Verbot für Lesben und Schwule, in der Armee zu dienen, nicht auf.

Das Gericht kommt der Politik damit um etwa drei Wochen zuvor: Nach ähnlichen Entscheidungen hatte US-Präsident Barack Obama bereits im Dezember ein Gesetz unterzeichnet, das es Lesben und Schwulen ermöglicht, offen zu dienen. Dieses sollte – nachdem sich alle zuständigen Stellen vorbereiten konnten – Ende des Monats auch in Kraft treten.

Deshalb sei es auch unklar, welche Auswirkungen die Entscheidung des Gerichts habe, so ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums. Seitdem es DADT gibt, wurden etwa 14.000 Armeeangehörige wegen ihrer sexuellen Orientierung entlassen.