Nach Steve Jobs Rückzug: Apple bekommt offen schwulen Chef

Nach dem Rückzug von Mastermind Steve Job als Vorstandsvorsitzender von Apple bekommt der Technologiekonzern mit Tim Cook einen offen schwulen Chef. Der 50-jährige ist auch in der Vergangenheit schon öfter für Jobs eingesprungen.

Dass Apple deshalb seine strikte Regeln für schwule Apps lockert, ist vorerst nicht zu erwarten. So müssen Profilfotos in iPhone-Apps züchtig sein und dürfen auch nicht zuviel Haut überhalb der Gürtellinie zeigen, sonst droht der Bann aus dem App Store. Daran wird auch Cook, der offen schwul lebt und seit heute als einflussreichster schwuler Manager der Welt gilt, nichts ändern.

Das renommierte „Fortune“-Magazin bezeichnet Cook als „Das Genie hinter Steve“. Jobs holte ihn im Jahr 1998 von Compaq zu Apple. Er gilt als Arbeitstier, das Mitarbeiter auch mitten in der Nacht aus dem Bett klingelt, um Probleme zu besprechen. Einige wichtige Entscheidungen hat Cook in der Vergangenheit getroffen: So war er es, der beschloss, dass Apple seine Produkte günstig in Asien fertigen lassen sollte, anstatt sie selbst zu produzieren. Und er strich das Warenlager radikal zusammen – Apple lagert nur mehr Geräte für wenige Tage, damit sind alte Modelle schon kurz nach der Vorstellung ihrer Nachfolger nicht mehr verfügbar.