Marco Schreuder wird Bundesrat

Personalrochaden bei den Grünen führen zu einem Comeback eines der erfahrensten schwul-lesbischen Politiker: Marco Schreuder, ehemals Wiener Landtagsabgeordneter, zieht für die Wiener Grünen in den Bundesrat ein.

Der Sprecher der Grünen Andersrum folgt in dieser Funktion seiner Kollegin bei der schwul-lesbischen Gruppe der Partei, Jennifer Kickert, nach. Diese wechselt wiederum in den Wiener Landtag, um Sabine Gretner nachzufolgen. „Ich wollte eigentlich nie mein Leben als Politikerin verbringen“, so erklärte Greitner ihren Rücktritt bei einer Pressekonferenz.

Für Schreuder ist die Berufung in den Bundesrat die Rückkehr in die Politik nach fast einem Jahr: Nachdem die Wiener Grünen bei der Gemeinderatswahl im Oktober 2010 unter ihren Erwartungen blieben, musste Schreuder trotz guter politischer Leistungen seinen Platz räumen. Neben seiner Arbeit im schwul-lesbischen Bereich hat er sich auch als Kulturpolitiker und mit seinem Einsatz bei der Sanierung jüdischer Friedhöfe einen Namen gemacht.

Während seiner „politikfreien“ Zeit hat sich Schreuder als Netzwerker und Kommunikationsexperte selbständig gemacht und nach wie vor Stellung zu schwul-lesbischen Themen bezogen.

Links zum Thema