Schwules Pinguinpaar zieht in Zoo Küken auf

In China haben Angestellte eines Zoos einem schwulen Pinguinpaar ein Küken anvertraut.

Der Baby-Pinguin, der im Harbin Polar Land Aquarium geboren wurde, hat noch einen Zwilling. Um die Überlebenschancen beider Jungtiere zu erhöhen, wurden sie getrennt.

Bei der Suche nach Pflegeeltern fiel den Wärtern das schwule Pinguinpaar ein. Dieses hatte bereits in der Vergangenheit während der Paarungszeit immer wieder die Eier anderer Pinguine gestohlen, um sie auszubrüten und die Jungtiere aufzuziehen. Die Tierpfleger ließen die Eier bei dem Männerpaar und stellten fest, dass sie ihren Elternpflichten hervorragend nachkommen. Deshalb wurden sie jetzt auch für die Pflege des zweiten Zwillings ausgesucht.

Auch sonst hat das Harbin Polar Land Aquarium wenig Berührungsängste mit dem schwulen Pinguinpaar: Als „Belohnung“ für ihre Elternrolle wurde das Paar im Jänner 2009 sogar in einer traditionellen Hochzeit miteinander verheiratet.

Es ist nicht das erste Mal, dass Pfleger die Aufzucht eines Pinguinkükens in die Flügel eines Männerpaares legen: Vor einigen Jahren bekamen die Pinguine Roy und Silo im New Yorker Zoo von ihren Pflegern ein Ei, das von der Mutter verstoßen wurde. Die beiden hatten zuvor bereits versucht, einen Stein auszubrüten. Die Geschichte der schwulen Pinguineltern bildet auch die Grundlage für das Buch „And Tango Makes Three“.

Ein schwules Pinguinpaar im Zoo des kanadischen Toronto zog wiederum die Aufmerksamkeit auf sich, als die Pfleger es trennen wollten, um die Männchen mit Weibchen zu paaren. Allerdings nur auf Zeit: Sie gehören zu den gefährdeten Afrikanischen Pinguinen, und nachdem sie ihrer Pflicht, Nachwuchs zu zeugen, nachgekommen sind, sollen die beiden Herren im Frühling wieder vereint werden.

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