Rumänische Anti-Homo-Organisation möchte Partei werden

30.000 Unterstützungs-Unterschriften wurden eingereicht

Flaggen EU/Rumänien
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Neue Gefahr für Lesben und Schwule droht in Rumänien: Dort will die ultranationalistische und rechtsextreme Bewegung „Neue Rechte“ offiziell eine Partei gründen. Das berichten rumänische Medien. Ein entsprechender Antrag soll letzte Woche zusammen mit den erforderlichen 30.000 Unterschriften beim Bukarester Gerichtshof deponiert worden sein.

Bis jetzt hat die im Jahr 2000 gegründete Organisation von allem durch Straßenaktionen und Märsche gegen gegen gleichgeschlechtliche Liebe während des Christopher Street Day auf sich aufmerksam gemacht. Außerdem hetzen sie gegen die ungarische Minderheit, Roma, den Schengen-Beitritt Rumäniens oder die Globalisierung. Auch sympatisieren sie offen mit dem Anführer der rumänischen faschistischen „Legionärsbewegung“, Corneliu Zelea Codreanu.

Als Partei möchte sich die „Neue Rechte“ künftig „der Rettung des rumänischen Staates“ widmen, so der Vorsitzende der Gruppierung, Tudor Ionescu. Es gelte, „Staat und Volk zu retten“. Berwekstelligen möchte das die „Neue Rechte“ mit einem 25-Punkte-Plan, dessen Ziel es ist, „Rumänien unter den ersten 15 Staaten der Welt“ zu bringen. Erreichen möchte das Ionescu unter anderem mit der Wiedervereinigung Rumäniens mit der Republik Moldawien und einer „Unterbindung des Geburtenrückgangs“. Wie das gehen soll, steht allerdings nicht im Programm der Bewegung.