Führt Kuba Eingetragene Partnerschaften ein?

Jahrzehntelang wurden Lesben und Schwule auf Kuba vom kommunistischen Regime verfolgt, verhaftet und misshandelt. Doch seit einigen Jahren scheint sich zumindest die gesetzliche Lage zu verbessern. Nun könnte das kubanische Parlament noch heuer die Einführung von Eingetragenen Paaren für gleichgeschlechtliche Paare prüfen.

Das Thema stehe dieses Jahr auf der Agenda, so die Sexualwissenschafterin Mariela Castro gestern gegenüber der staatlichen Internetseite „Cuba Sí“. Die Tochter von Präsident Raul Castro kämpft seit Jahren gegen die Benachteiligung von Lesben und Schwulen auf der kommunistisch regierten Karibikinsel.

Mariela Castro, die das kubanische Institut für Sexualerziehung (Cenesex) leitet, geht davon aus, dass die alleinregierende kommunistische Partei Kubas bei ihrer Konferenz am 28. Jänner eine Gleichbehandlungsrichtlinie verabschiedet. Dann wäre der Weg für eine Entscheidung des Parlaments frei.

Für die Lesben und Schwulen in Kuba würde damit eine neue Zeit anbrechen: In den 1960er und 1970er Jahren wurden sie von der Regierung noch in Umerziehungslager geschickt.

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