21-jährige trank Poppers und starb

Tödlich endete für eine junge Schweizerin eine Party-Nacht in einer französischen Diskothek: Die Frau trank versehentlich Poppers.

Wie die Zeitung „20 Minuten“ berichtet, wurde ihr ein Fläschchen „Jungle Juice“ angeboten. Allerdings dürfte die 21-jährige Genferin nicht gewusst haben, dass der Inhalt nur geschnüffelt werden darf – stattdessen trinkt sie die vor allem unter Schwulen beliebte Partydroge.

Ihre Freunde handelten sofort: Sie brachten die junge Frau zum Erbrechen, doch es war schon zu spät: Sie fiel ins Koma und starb drei Tage später im Genfer Kantonsspital. Nun ermittelt die Genfer Staatsanwaltschaft.

Besonders erschreckend: Das tragische Unglück ist kein Einzelfall. „Ärzte haben uns in den letzten 15 Jahren 20 Fälle von Poppers-Vergiftungen gemeldet, weil die Substanz geschluckt statt inhaliert wurde“, erinnert sich Christine Räuber, Leitende Ärztin beim Schweizer Tox-Institut, gegenüber „20 Minuten“. In der Schwere ist der Fall der Genferin aber einzigartig: Eine schwere Vergiftung erlitt nur ein Patient, auch dieser habe sich wieder erholt, so Räuber. Beim Schlucken von Poppers drohen unter anderem Verätzungen und ein Koma, weil im Blut zu wenig Sauerstoff ist.

In Österreich ist Poppers mittlerweile nicht mehr legal erhältlich.

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