Berlin: Vermisster Mann tot in Wohnung gefunden

In Berlin ist ein vermisster schwuler Bankangestellter tot aufgefunden worden. Der 37-jährige Carsten S., der nebenbei in einer Schwulensauna an der Theke arbeitete, wurde zuletzt am 1. Jänner lebend gesehen.

Nach Angaben seines Lebensgefährten wollte er sich nach seinem Thekendienst in der Sauna „Broiler“ noch mit einem Mann zu einem Date treffen. Zuvor hob er einen höheren Geldbetrag ab, dann verliert sich seine Spur. Einen Tag später war auch sein Handy ausgeschaltet.

Nach offiziellen Angaben der Polizei führten Hinweise aus der Bevölkerung zu einem 43-Jährigen im Berliner Stadtteil Mariendorf. Anderen Informationen zufolge hat sich der mutmaßliche Täter selbst bei den Behörden gemeldet. In seiner Wohnung in der Markgrafenstraße fanden die Beamten die Leiche von Carsten S. Informationen der Boulevardzeitung „B.Z.“, das Opfer sei zerstückelt worden, bestätigte die Polizei vorerst nicht.

Der Mieter der Wohnung, den die Polizei nun des Mordes an Carsten S. verdächtigt, wollte sich vor dem Eintreffen der Polizei offenbar selbst das Leben nehmen. „Wir haben den Mann mit selbst beigefügten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht“, bestätigt ein Polizeisprecher. Von dort wurde er noch nicht entlassen. Im Laufe des heutigen Tages soll ein Ermittlungsrichter über einen Haftbefehl für den 43-Jährigen entscheiden.

Details des Todes von Carsten S. wie Zeitpunkt und Todesursache sind noch unklar, ebenso wie das Motiv. Allerdings dürfte Carsten S. bereits seit längerer Zeit tot sein: Recherchen von GGG.at zufolge haben Nachbarn bereits einen ungewohnten Geruch aus der Wohnung wahrgenommen. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus. Die Mordkommission hat ihre Ermittlungen aufgenommen.