Englischer Fußballer für homophoben Tweet bestraft

In England macht der Fußballverband (FA) offenbar Ernst mit seinem Kampf gegen Homophobie: Wegen eines schwulenfeindlichen Tweets muss ein Spieler nun 6.000 Pfund Strafe zahlen, umgerechnet über 7.000 Euro.

Michael Ball, Außenverteidiger des englischen Erstligisten Leicester City, ärgerte sich letztes Monat offenbar zu sehr über die britische Version von „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“. Den offen schwulen Schauspieler und temporären Dschungelbewohner Antony Cotton, bekannt aus „Queer as Folk“ und der Seifenoper „Coronation Street“, bezeichnete Ball als „that fucking queer“. Übersetzt ging der mittlerweile gelöschte Tweet ähnlich ruppig weiter: „Geh doch zurück zu deiner Nähmaschine in ‚Coronation Street‘, du meckernder Bastard“.

Ball gab zu, mit diesem Tweet eine Grenze überschritten zu haben. Auch Leicester City hat am Montag bekanntgegeben, auf die Dienste des Spielers verzichten zu wollen. Wie der Verein betonte, lag dies aber nicht an den homophoben Äußerungen von Ball, sondern an seinen sportlichen Leistungen – seit er im letzten Sommer einen Ein-Jahres-Vertrag unterzeichnet hatte, war er erst drei Mal für den Verein im Einsatz.

Dies ist bereits das zweite Mal innerhalb weniger Wochen, dass ein englischer Fußballer wegen eines homophoben Kommentars Probleme bekommt. Anfang Jänner wurde Lee Steele vom Siebtligisten Oxford City gefeuert, weil er in einem Tweet geschrieben hatte, nur mit einem Vorhängeschloss vor seinem Hintern neben dem offen schwulen Rugby-Spieler Gareth Thomas schlafen zu wollen.