Rechter Europarlamentarier hetzt gegen Lesbe und Schwule

Auch im Europäischen Parlament scheint es Menschen zu geben, die ein Problem mit Lesben und Schwulen haben: So möchte Godfrey Bloom von der rechtsgerichteten „UK Independence Party“ von der EU-Kommission wissen, auf welcher Rechtsgrundlage sie Gelder für den Kampf gegen Homophobie zur Verfügung stelle.

In mehreren schriftlichen Anfragen möchte Bloom unter anderem von der Kommission wissen, warum sie die ILGA-Europe finanziell unterstütze. Die ILGA-Europe ist die Dachorganisation sämtlicher Lesben-, Schwulen- und Transsexuellenorganisationen in Europa.

In seinen Anfragen zitiert der Europaabgeordnete unter anderem ein ultrakonservatives Blog, das gerne gegen die Rechte von Frauen und Homosexuelle hetzt. Betrieben wird es von den US-Lobbyisten des „Catholic and Human Rights Institute“.

Bis jetzt ist Bloom im Europaparlament eher durch störende Aktionen aufgefallen: So hat er unter anderem die offen lesbische Abgeordnete Nikki Sinclare bedrängt und den jetzigen Parlamentspräsidenten Martin Schulz als Nazi bezeichnet. „Jetzt fängt Herr Bloom an, LGBT-Organisationen zu bedrängen. Er ist ein echtes Vorbild für Mobber in ganz Europa“, ärgert sich die Grüne Ulrike Lunacek, die der LGBT-Intergroup im Europäischen Parlament vorsteht.

Und ihr Co-Präsident Michael Cashman fügt hinzu: „Der Versuch von Herrn Bloom, europäische Förderungen zu untergraben, bedarf keines Kommentars. Er sollte sich auf die entscheidende Frage konzentrieren: Was ist Gleichheit und Nicht-Diskriminierung. Aber das erwarte ich nicht von einem Kollegen, der glaubt, Frauenrechte sind Zeitverschwendung. Gott sei Dank repräsentiert er nicht die Mehrheit der anständigen Briten.“