Toter Bankangestellter in Berlin: Neue Details

Neue, verstörende Details gibt es im Mordfall Carsten S.: Der Bankangestellte aus Berlin war zu Neujahr spurlos verschwunden, nachdem er vor einem Date einen größeren Geldbetrag abgehoben hatte. Montag Abend wurde seine Leiche in der Wohnung von Michael S. gefunden, mit dem er offenbar ein Date hatte, dass er nicht überlebte.

Nun wurde bekannt: Carsten S. war offenbar schon drei Wochen tot, bevor sich sein mutmaßlicher Mörder (es gilt die Unschuldsvermutung) selbst die Pulsadern längs aufgeschnitten hat. Für seinen eigenen Tod fehlte ihm dann aber offenbar der Mut – er rief den Notarzt. Als dieser dann einen männlichen Torso in der Wohnung fand, rief er die Polizei.

Diese fand auch die anderen Teile der Leiche von Carsten S. in der Wohnung und im Keller. Nach Informationen der Boulevard-Zeitung „B.Z.“ waren die Gliedmaßen „präzise und professionell vom Torso getrennt, möglicherweise mit einer Axt oder einem großen Messer“. Den Kopf fanden die Ermittler, so die „B.Z.“, gekocht.

Wie Carsten S. ums Leben gekommen ist, ist noch unklar. Die „Bild“-Zeitung möchte erfahren haben, dass er während einer SM-Session starb, bei der auch Breath Control, also ein kontrolliertes Aussetzen der Sauerstoffzufuhr, praktiziert wurde. Der Mund des Toten war mit Sekundenkleber verschlossen. Ob es sich um einen Unfall oder einen gezielten Mord handelt, ist nicht klar.

Da sich Carsten S. und Michael S. kannten, war die Polizei nach dem Verschwinden des Bankangestellten schon einmal bei dem Hartz-IV-Empfänger. Die Beamten befragten ihn allerdings nur als Zeuge. Sie wussten nicht, wie nah sie der Leiche des Abgängigen waren.