Homosexualität: UNO-Generalsekretär ermahnt afrikanische Staatschefs

Kritik für das Verhalten vieler afrikanischer Staaten zum Thema Homosexualität kommt von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon.

Beim Gipfeltreffen der Afrikanischen Union in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba hat er kritisiert, dass viele afrikanische Staaten Diskriminierung aufgrund von sexuellen Neigungen „ignorieren oder gar billigen“. Regierungen würden Homosexuelle wie „Bürger zweiter Klasse oder sogar Verbrecher“ behandeln, sagte er in seiner Rede vor den Staats- und Regierungschefs der AU-Mitgliedsstaaten.

In den meisten afrikanischen Staaten wird Homosexualität nicht anerkannt oder unter Strafe gestellt. In Uganda kämpft eine Gruppe Abgeordneter für eine Verschärfung der Gesetze: Sie wollen sogar für „Wiederholungstäter“ die Todesstrafe einführen. Kritik an ihrer Gesetzgebung weisen afrikanische Staaten gerne mit dem Verweis zurück, Homosexualität sei nicht Teil ihrer Kultur.

Nur in Südafrika werden die Rechte von Lesben und Schwulen zumindest vor dem Gesetz anerkannt. Aufgrund eines Gerichtsurteils hat das Land sogar die Ehe für Lesben und Schwule geöffnet.