Rechte Ungarn hetzen gegen EuroGames Budapest

Das größte schwullesbische Sportereignis Europas findet heuer in Budapest statt: Von 27. Juni bis 1. Juli werden in der ungarischen Hauptstadt die EuroGames stattfinden.

Die Voraussetzungen dafür könnten besser sein: Die Lesben- und Schwulenparade in Budapest konnte in den letzten Jahren nur unter Polizeischutz stattfinden, und unter der rechtskonservative Regierung von Premier Viktor Orban gibt es keine offizielle Unterstützung für die Veranstaltung. Der Budapester Bürgermeister István Tarlós hat eine Bitte seines Berliner Amtskollegen Klaus Wowereit abgelehnt, die Veranstaltung zu unterstützen.

Nun hat sich auch noch die ungarische Rechte in die Diskussion eingemischt. Gábor Vona, Chef der rechtsnationalen Bewegung „Jobbik“ sagte über die EuroGames: „Gott ist mein Zeuge – es ist nicht eine Art von Homophobie, sondern es gehört sich einfach, zu sagen, dass das wirklich das Ende der Welt ist“.

Es ist nicht das erste Mal, dass Jobbik gegen die EuroGames hetzt. Schon Ende des Vorjahres hieltes es die Rechtsnationalisten für „unerträglich, dass im Jahr der olympischen Sommerspiele in London Ungarn die Schwulenolympiade beherbergen muss“. Die Veranstaltung sollte auf jede gesetzliche Weise verhindert werden, heißt es weiter in einem Hetzartikel. Ungarn wäre von außen gezwungen worden, diese „anti-christliche Hass-Orgie“ zu veranstalten, so Jobbik Budapest weiter.

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