Tötete 17-jähriger seinen besten Freund aus verschmähter Liebe?

Vor mehr als zwei Monaten tötete in Braunau ein 17-jähriger Gymnasiast seinen besten Freund. Exklusiv-Recherchen des Nachrichtenmagazins „NEWS“ zufolge könnte der Grund für die Gewalttat unerfüllte Liebe gewesen sein.

Wie „NEWS“ in seiner heute erscheinenden Ausgabe berichtet, soll Ivan D. mehrere Wochen vor dem Drama versucht haben, seinen ein Jahr jüngeren Schulfreund Sebastian zu einer Beziehung zu überreden. Dieser dürfte ihn abgewiesen haben – woraufhin Ivan D. „mit Wutattacken reagierte und zudem einem Freund über die Idee, seine ‚große Liebe‘ und sich selbst zu killen, berichtete“, wie „NEWS“ schreibt. Drei Wochen vor der Tat soll Ivan D. außerdem in einer Unterrichtspause anderen Klassenkollegen seine Liebe zu Sebastian gestanden haben.

Am 20. November 2011 rief er um 19.30 die Polizei an, weil er sich verletzt hatte. Die Beamten fanden den Burschen mit Schnittverletzungen am linken Arm und am Bauch sowie die Leiche des Jüngeren im Wohnzimmer. Die Obduktion stellte Hammerschläge gegen den Kopf des 16-Jährigen und mehr als ein Dutzend Stichverletzungen im Oberkörper fest. Ivan D. beteuert, sich an das ihm vorgeworfene Verbrechen nicht erinnern zu können.

Der Salzburger Gerichtspsychiater Ernst Griebnitz diagnostizierte dem Burschen zwar eine „seelische Abartigkeit höheren Grades“, erklärt aber, dass dieser „zur Tatzeit diskretions- und dispositionsfähig“, also „zurechnungsfähig“ gewesen sei.

Der Prozess gegen Ivan D. dürfte noch vor dem Sommer unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Bei einem Schuldspruch drohen ihm 15 Jahre Haft sowie eine anschließende Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher.