Staatliche ungarische Fluglinie Malév ist pleite

Die ungarische Fluggesellschaft Malév hat heute früh ihren Betrieb eingestellt. Erst am Montag hatte die Regierung Konkursschutz über die Fluglinie verhängt. „In diesem Sinne steigen seit dem 3. Februar, 06.00 Uhr, nach 66-jährigem fortwährenden Betrieb, keine Malév-Flugzeuge mehr auf“, so Generaldirektor Lorant Limburger am Freitag in einer kurzen Mitteilung auf der Webseite des staatlichen Unternehmens.

Eine schlechte Nachricht für die Veranstalter der EuroGames Budapest, der größten schwul-lesbischen Sportveranstaltung, die dieses Jahr stattfindet: Die Veranstalter haben weder vom ungarischen Staat noch der Stadt Budapest finanzielle oder ideelle Unterstützung bekommen. Der einzige Unterstützer aus dem staatsnahen Bereich war die Malév. Sie hatte den Athleten und Unterstützern auch Spezialtarife für die Reise nach Budapest angeboten. Diese Tickets sind jetzt wohl ungültig. Nach Informationen von GGG.at arbeitet man bei den EuroGames bereits an einer Lösung dieses Problems.

Malév hatte seit mehreren Jahren Finanzierungsschwierigkeiten. Meldungen, dass ein Konkurs drohen könnte, haben die Lage von einem Tag auf den anderen verschärft, so Limburger: Lieferanten hätten „von einem Tag auf den anderen“ auf Voraus-Inkasso bestanden, dadurch sei die Lage „unhaltbar“ geworden. Die Direktion des Unternehmers habe deshalb entschieden, den Betrieb einzustellen.