USA wollen HPV-Impfung auch für Buben und schwule Männer

In den USA haben staatliche Gesundheitsbehörden nun aufgerufen, auch Buben oder schwule junge Männer routinemäßig gegen Humane Papilloma-Viren (HPV) zu impfen.

Bei Mädchen gibt es eine entsprechende Impf-Empfehlung schon seit 2006, weil diese Viren für das Entstehen von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich gemacht werden. Bei Männern können sie Feigwarzen und Krebserkrankungen im Anal- und Genitalbereich sowie im Gehirn und im Mund-Rachen-Raum hervorrufen.

Der neuen Empfehlung zufolge sollen Buben zwischen elf und zwölf Jahren geimpft werden, außerdem wird eine Impfung von 22- bis 26-jährigen Männern empfohlen, wenn diese ein geschwächtes Immunsystem haben oder homosexuell sind.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz werden nach Informationen des Gesundheitsministeriums etwa 70% aller Frauen und Männer im Lauf ihres Lebens mit HPV infiziert. Allerdings bleiben viele Infektionen unentdeckt, weil der Körper sie erfolgreich bekämpft. Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass die Infektionsrate mit Papilloma-Viren drastisch gesenkt werden kann, wenn beide Geschlechter geimpft werden.

Der Österreichische Impfplan sieht keine verpflichtende Impfung gehen Humane Papilloma-Viren vor, empfiehlt aber eine Impfung für Burschen und Mädchen vor dem 9. Lebensjahr. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission die HPV-Impfung für Mädchen im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren.

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  • GGG.at Gesundheit: Feigwarzen