Parlament in US-Bundesstaat Washington für Homo-Ehe

In der Nacht auf heute hat im US-Bundesstaat Washington auch das Repräsentantenhaus für die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule gestimmt. Gegner der Homo-Ehe haben bereits angekündigt, eine Volksabstimmung über die Öffnung der Ehe abhalten zu wollen.

Es war ein historischer Moment: Mit 55 zu 43 Stimmen, quer durch beide Parteien, hat das Repräsentantenhaus den Gesetzesantrag 6239 angenommen. Gouverneurin Chris Gregoire hat bereits im Vorfeld angekündigt, das Gesetz zu unterschreiben. Der Senat hat letzte Woche dem Gesetz mit 28 zu 21 Stimmen zugestimmt. Damit können Lesben und Schwule im US-Bundesstaat Washington voraussichtlich ab Juni heiraten.

Sollten es die Gegner der Homo-Ehe allerdings schaffen, genügend Stimmen für eine Volksabstimmung gegen die Ehe-Öffnung zusammenzubekommen, wird das Gesetz bis nach dem Referendum ausgesetzt.

Trotzdem überwiegt bei den Politikern in Washingtons Hauptstadt Olympia die Freude: „Mit der heutigen Abstimmung sagen wir der Nation, dass der Bundesstaat Washington nicht länger seinen Bürgern die Möglichkeit vorenthält, den Menschen zu heiraten, den sie lieben“, so die demokratische Gouverneurin Chris Gregoire: „Wir sagen jedem Kind eines gleichgeschlechtlichen Paares, dass ihre Familie in jeder Kleinigkeit gleich wichtig ist wie jede andere Familie in unserem Bundesstaat. Und wir machen einen großen Schritt nach vorne auf unserer langen und wichtigen Reise, um Diskriminierungen wegen der sexuellen Orientierung zu beenden.“

Nun versucht die National Organisation of Marriage (NOM), eine der größten christlich-konservativen Gruppen gegen die Ehe-Öffnung, 120.577 Unterschrifen gegen das Gesetz zu sammeln. Dann würde es im November eine Volksabstimmung über das Gesetz geben, und es würde erst nach einem gescheiterten Referendum der Ehe-Gegner in Kraft treten.

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