Erstes Asyl für Lesben und Schwule in Serbien eröffnet

In Niš, 200 Kilometer von der Hauptstadt Belgrad entfernt, soll das erste serbische Asyl für Lesben und Schwule eröffnet werden.

Dušica Davidović, Gemeinderätin von Niš die in der Stadtverwaltung für das Projekt zuständig ist, sagte, die Stadt brauche ein „sicheres Haus“, in dem Schwule und Lesben aus der gesamten Region Schutz finden können. „In Niš und den umliegenden Städten werden Homosexuelle immer häufiger Opfer von Gewalt“, so Davidović. Deshalb öffne das erste Frauenhaus Südserbiens auch seine Tore für verfolgte Lesben und Schwule. Zusätzlich soll es auch kostenlose Rechtsberatung und Umschulungen geben.

Serbien gilt als extrem konservativ. Lesben- und Schwulenparaden können – wenn überhaupt – nur unter enormem Polizeischutz stattfinden. Im Zuge einer Annäherung an die EU hat die serbische Regierung aber zumindest offiziell zugesagt, die Lage von Lesben und Schwulen in dem Balkanstaat zu verbessern.