Barcelona errichtet Lesben- und Schwulendenkmal

Drei spanische Städte ehren in den kommenden Wochen und Monaten die schwul-lesbische Bewegung und ihre Vertreter.

Den Anfang macht Barcelona. Die Stadtverwaltung wird im März im Ciudadela Park, wo auch das autonome katalanische Parlament seinen Sitz hat, einen rosa Winkel aus Marmor enthüllen. „Das ist ein notwendiger Moment, um an Diskriminierung, Repression, Erniedrigung, Verfolgung, Angriffe und Anschläge zu erinnern, an denen die LGBT-Community über Jahrhunderte litt, besonders während der Franco-Diktatur“, sagt Antonio Guirado, Generalsekretär des katalanischen Lesben- und Schwulenverbandes: „Es ist ein Akt der Gerechtigkeit und Wiedergutmachung, aber es wird auch ein bleibendes Symbol für das Bekenntnis der Stadt Barcelona, Homophobie zu bekämpfen.“

In Gijón, der größten Stadt in der autonomen Region Asturien im Norden des Landes, soll ein Park „28. Juni, Gay Pride Tag“ umbenannt werden.

Und A Coruña, Hauptstadt der autonomen Gemeinschaft Galicien im Nordwesten Spaniens, will eine Straße nach dem Schwulenaktivisten Tomás Fábregas benennen. Fábregas wanderte in die USA aus und kämpfte gegen das Einreiseverbot, das die Vereinigten Staaten für HIV-Positive verhängt hatten. Bei einer internationalen Aids-Konferenz in Amsterdam im Jahr 1992 forderte er die Bush-Regierung demonstrativ öffentlich auf, ihm die Wiedereinreise zu verweigern – was sie nicht tat. Das Einreiseverbot wurde 2009 aufgeoben. Fábregas erlebte das nicht mehr: Er starb 1994.