Erneut homophobe Attacke in Berlin

In Berlin hat sich wieder eine Attacke mit homophobem Hintergrund ereignet.

Wie die Berliner Polizei mitteilt, wurde am Freitag nachmittag gegen 17.45 Uhr ein 46-Jähriger am Theodor-Heuss-Platz von einem Unbekannten beschimpft.

Der Unbekannte beschimpfte den Mann als schwul und forderte ihn auf, zu verschwinden. Kurz darauf gab er ihm „einen Kopfstoß ins Gesicht“ wie die Polizei mitteilt. Der Täter konnte flüchten, das Opfer wurde von der Besatzung eines Rettungswagens ambulant behandelt.

Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen.

Homophobe Straftaten sind in Berlin keine Seltenheit: Im Jahr 2010 hat der Berliner Senat deshalb ein Programm gegen Homophobie ins Leben gerufen. Ende 2011 berichtete die Polizei, dass die Zahl der Verbrechen mit schwulen- oder lesbenfeindlichem Hintergrund zurückgegangen sei. Der Leiter des Berliner Landeskriminalamtes machte aber darauf aufmerksam, dass diese Zahl nicht sehr aussagekräftig sei, da es bei solchen Verbrechen eine sehr hohe Dunkelziffer gebe.

Opfer homophober oder transphober Gewalt können in Berlin die Taten direkt bei einem Ansprechpartner für gleichgeschlechtliche Lebensweisen anzeigen.