Ex-Teeniestar nennt Homosexualität ‚unnatürlich‘

In den 1980ern war Kirk Cameron ein beliebter Serienstar. In „Unser lautes Heim“ spielte der mittlerweile 41-Jährige mit einigem Erfolg den vorlauten Sohn. Dann wurde es still um ihn. Bis jetzt.

In einem Interview mit CNN-Anchor Piers Morgan erklärte Cameron, mittlerweile Missionar und Vater von sechs Kindern, seine Sicht zu Homosexualität. Lesben und Schwule gleichzubehandeln, lehne er aufgrund seines christlichen Glaubens ab. Sie sei „unnatürlich“, erklärte der Schauspieler, widerspreche den Grundlagen der Zivilisation „und wirkt sich am Ende zerstörerisch darauf aus.“

Wenig überraschend ist Kirk Cameron deshalb auch gegen eine Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare: „Die Ehe ist uralt und wurde im Garten von Adam und Eva definiert. Ein Mann, eine Frau, bis dass der Tod euch scheidet. Deshalb würde ich nie versuchen, die Ehe neu zu definieren. Und niemand sonst sollte das tun“, sagte Cameron im CNN-Interview.

Doch diese Meinung teilen nicht einmal seine Ex-Serienpartner. Tracey Gold, die in „Unser lautes Heim“ Camerons Schwester spielte, twitterte: „Ich bin eine starke Unterstützerin der LGBT-Community, und ich glaube an gleiche Rechte an alle“. Und Serienvater Alan Thicke twitterte, er würde Cameron „einige neue Bücher“ besorgen: „Man kann vom Alten Testament einfach nicht erwarten, alles zu erklären“.

Und auch andere Schauspieler lassen ihrem Unmut über Camerons Aussagen freien Lauf. Jesse Tyler Ferguson, offen schwuler Star der Serie „Modern Family“ schrieb, „Das einzig Unnaürliche daran, dass ich schwul bin, ist, dass ich in Kirk Cameron verknallt war – bis vor 24 Stunden“. Roseanne Barr bezichtigt ihn sogar, „mit seiner Hassrede ein Mordkomplize“ zu sein.

Cameron selbst versucht, sich zu wehren. In einem Interview mit dem US-Network ABC erklärt er, eigentlich nichts gegen Lesben und Schwule zu haben: „Ich kann mit Sicherheit sagen, dass es die Mission meines Lebens ist, alle Leute zu lieben. Ich sollte in der Lage sein, moralische Sichtweisen auf soziale Themen auszudrücken, besonders diese, die die westliche Zivilisation seit 2000 Jahren abstützen – ohne verleumdet oder Hass-Reden bezichtigt zu werden, und von denen, die ‚Toleranz‘ predigen, gesagt zu bekommen, dass ich entweder meinen Glauben an ihre moralischen Standards anpassen soll oder ruhig zu sein, wenn ich im Rampenlicht stehe.“ Weiters erklärte er in dem Interview, dass er in diesen schweren Stunden auch von seinen schwulen Freunden unterstützt werde.