[Video] US-Eishockeyspieler engagieren sich gegen Homophobie

Homosexualität im Profisport – nach wie vor ein Tabuthema. Eishockeyspieler der NHL zeigen nun, wie man sich dem Thema aufrecht und ehrlich nähern kann.

Eigentlich ist es einfach. „Wenn du skaten kannst, kannst du skaten. Wenn du schießen kannst, kannst du schießen. Wenn du punkten kannst, kannst du punkten. Wenn du spielen kannst, kannst du spielen.“ Es zählen Talent und Persönlichkeit, nicht die sexuelle Orientierung. Das ist die Botschaft des einminütigen Spots, für den sich zahlreiche Hockey-Stars wie Rick Nash, Duncan Keith, Corey Perry, Dion Phaneuf und Henrik Lundqvist gefunden haben. Der Spot hatte am Sonntag auf NBC während der Übertragung des Spiels New York Rangers gegen Boston Bruins seine Premiere. Weitere Spots folgen, insgesamt unterstützen 35 NFL-Spieler die Aktion.

Patrick Burke, Talentscout der Philadelphia Flyers, und dessen Vater Brian, Manager der Toronto Maple Leafs, gedenken damit ihrem Bruder und Sohn Brendan. Er war Manager des Eishockeyteams der Miami University und outete sich 2007. Im Jahr 2010 starb er mit 21 Jahren bei einem Autounfall.

Mit dem „You can play project“ will Patrick Burke das Vermächtnis von Brendan hochhalten und schwulen Athleten eine faire Chance im Profisport ermöglichen. „Wir hatten ein sehr enges Verhältnis und ich stellte ihm jede Menge Fragen, da ich nichts wußte. Als ich einige der Geschichten hörte, was junge schwule und lesbische Athleten durchzumachen haben, war ich tief bewegt. Das war meine Motivation – im Gedenken an Brendan – diesen Jugendlichen zu helfen“, erinnert sich Patrick Burke. Unterstützt wird er dabei von Brian Kitts und Glenn Witman, die in Denver ein schwules Eishockey-Team namens „GForce“ leiten.

Die Profi-Spieler unterstützen die Aktion gerne. „Für mich ist es selbstverständlich, dass jeder die gleichen Rechte und Möglichkeiten haben sollte zu spielen. Rasse oder sexuelle Orientierung sind egal“, erklärt der Schwede Henrik Lundqvist, der bei den New York Rangers spielt, warum er bei der Aktion dabei ist. Er glaubt, dass ein schwuler Spieler kein Problem mit der Mannschaft hätte, aber in der Öffentlichkeit. Auch das wollen die Burkes mit ihrer Kampagne ändern.

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