Sizzla in Wien: Veranstalter lenkt (teilweise) ein

„BunFireSquad“, die Veranstalter des Sizzla-Konzerts im Wiener „Reigen“ am 26. März haben nun auf die Kritik des Grünen Bundesratsabgeordneten Marco Schreuder reagiert.

So wurde dem Vertrag ein Punkt hinzugefügt, dass Sizzla kein Honorar bekommt, wenn er einen homophoben Song spielt oder entsprechende Kommentare auf der Bühne loslässt. Außerdem werden Securities dafür sorgen, dass keine Minderjährigen auf dem Konzert sind.

Weiters distanziert sich „BunFireSquad“ von den schwulenfeindlichen Liedern Sizzlas. Die Veranstalter merken in ihrer Antwort an Schreuder an, dass diese „religiös motiviert“ seien. Zwei jamaikanische Sprachwissenschaftler hätten den Veranstaltern versichert, „dass Sizzla zwar sehr wohl gegen Schwule ist, und zwar aus religiösen Gründen, aber die Mordaufrufe ein metaphorischer Sprachgebrauch sind, der für etliche andere Themen auch verwendet wird und sicher nicht als Mordaufruf – so wie wir Europäer das interpretieren würden – gedeutet werden kann“. Diese homophobe Einstellung betreffe in der Dancehall-Musik eine „sehr geringe Minderheit“, da viele Künstler in den USA aufgewachsen seien und deshalb eine weltoffenere Einstellung hätten, so „BunFireSquad“.

„Hätten wir gewusst, dass Sizzla wieder so ein Problem wird, hätten wir es vielleicht anders gemacht…“, heißt es in der Antwort an Schreuder weiter.

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