Deutscher Profi-Fußballer begrüßt Spieler-Outing

In der Debatte um offen schwule Fußballprofis tritt nun ein Spieler offen für die Enttabuisierung von Homosexualität im Fußball ein.

In einem Interview mit der morgen erscheinenden Ausgabe der „Sport Bild“ sagte Jermaine Jones, Mittelfeldspieler bei Schalke 04: „Ich habe viele schwule Freunde hier in Deutschland und in Los Angeles. Damit habe ich gar kein Problem.“

Weiters erzählte der Deutsch-Amerikaner, der auch in der US-Nationalmannschaft spielt, dass er mit seiner Frau auch in Schwulenclubs gehe. „Ich denke: Man muss Menschen so leben lassen, wie sie es wollen. Ich bin dafür, dass sich auch hier die Türen öffnen, und hätte kein Problem damit auf und neben dem Platz“, so Jones weiter.

Damit ist er einer der ersten deutschen Profi-Fußballer, für den ein offen schwuler Mitspieler denkbar wäre. Erst vor wenigen Wochen hatte der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, Philipp Lahm, Spieler vor einem Outing gewarnt.

In einem Interview mit der „Frankfurter Rundschau“ sagte er im Jänner: „Fußball ist wie früher Gladiatorenkampf. Ich glaube nicht, dass die Gesellschaft schon so weit ist, schwule Profi-Fußballer als etwas Selbstverständliches zu akzeptieren, so wie es in anderen Bereichen bereits möglich ist.“ Dafür wurde er unter anderem vom offen schwulen Ex-Profi-Basketballer John Amaechi gerüffelt. Er empfahl Lahm, entweder ein Vorbild zu sein, „oder er muss den Mund halten“.

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