Mainz hat einen offen schwulen Oberbürgermeister

Mainz hat einen offen schwulen Oberbürgermeister. Bei der gestrigen Stichwahl hat sich Michael Ebling von der SPD mit 58,2 Prozent der Stimmen klar gegen seinen Gegenkandidaten Günter Beck von den Grünen durchgesetzt. Die Wahlbeteiligung lag bei 34,3 Prozent. Der bisherige Oberbürgermeister von Mainz, Jens Beutel von der SPD, musste sein Amt nach einigen Affären aufgeben.

„Was ist das ein schöner Sonntag!“ bedankte sich der Wahlsieger auf der Wahlparty der SPD im Rathaus bei den Wählern. Das Ergebnis sei deutlicher ausgefallen, als er erwartet hätte und damit „ein Aufbruch für Mainz.“ Er werde die Ampel-Koalition für Grünen und FDP fortsetzen, betonte Ebling.

Als ehemaliger Sozialdezernent von Mainz, dessen Vater einst in Mainz eine Tankstelle betrieb, versteht er es, auf Menschen zuzugehen. Mit seiner sexuellen Orientierung geht der Bildungsstaatssekretär von Rheinland-Pfalz offen um. So erklärt er auf seiner Homepage, dass er „zusammen mit meinem Partner Andreas Schulz“ in seinem Geburtsort Mainz-Mombach wohnt.

Mit seiner Wahl setzt Ebling eine 63-jährige Tradition fort: Seit 1949 stellt die SPD in Mainz den Oberbürgermeister.