Monatliche Spritze als HIV-Medikament?

Ein neuer Fortschritt in der Behandlung von HIV-Positiven könnte bevorstehen: Erstmals gibt es Untersuchungen zur Wirkungsweise einer Spritze, die nur einmal im Monat verabreicht werden müsste.

Durchgeführt wurde die Studie in London vom St. Stephen’s AIDS Trust. Dabei wurde 27 Frauen und sechs Männern eine Injektion mit unterschiedlichen Dosen Rilpivirin verabreicht, einem Langzeit-Wirkstoff, der im letzten Jahr als Tablette auf den Markt gekommen ist. Die Testpersonen waren HIV-negativ und zwischen 18 und 50 Jahre alt.

Die nächsten 12 Wochen hindurch wurde gemessen, wie hoch der Wirkstoffgehalt im Blut oder der Vaginalflüssigkeit der Frauen beziehungsweise der Analflüssigkeit der Männer war. So wollten die Ärzte die ideale Dosis herausfinden. Nebenwirkungen wurden fast keine festgestellt.

„Es gibt in der HIV-Prävention und -Behandlung einen offensichtlichen Bedarf für Rezepte, die für den Patienten den Aufwand einer täglichen Medikation reduzieren“, erklärt Akil Jackson, einer der an der Studie beteiligten Wissenschafter. Die Resultate der jetzigen Studie seinen aber noch nicht aussagekräftig.

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