‚Syphilis-Epidemie‘ unter Schwulen in Salzburg

Auch in Salzburg ist die Syphilis wieder auf dem Vormarsch. Die Landeskliniken haben in der letzten Zeit mehr als 40 Fälle registriert – vor allem unter schwulen Männern, berichtet der ORF Salzburg.

„Bei Homosexuellen muss man sicherlich schon von einer Epidemie sprechen. Das gilt auch für die übrigen europäischen Länder und die USA“, erklärt Ninon Taylor, Fachärztin in der Infektionsabteilung der Salzburger Landeskliniken. Besonders oft seien HIV-positive Männer betroffen.

Syphilis wird durch Sex oder Küssen übertragen, einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht. Weil die Syphilis in unseren Breiten aber als ausgestorben gilt, wird sie von vielen Hausärzten nicht erkannt. Taylor fordert deshalb mehr Fortbildungen: „Hausärzte müssten mehr für diese Krankheit sensibilisiert werden“.

In Österreich ist Syphilis nur dann zwingend meldepflichtig, wenn sich der Patient nicht behandeln lässt. Deshalb sind die veröffentlichten Zahlen nicht immer verlässlich.

Allerdings ist die Behandlung in der Regel nicht sehr aufwändig: „Prinzipiell ist die Syphilis mit Antibiotika gut heilbar – man muss sie nur richtig erkennen“, so Taylor. Eine Beschreibung der Symptome sowie eine Antwort auf die wichtigsten Fragen gibt GGG.at in seinem Gesundheitsteil.

Links zum Thema

  • GGG.at Gesundheit: Syphilis (Lues, harter Schanker) – die wichtigsten Fakten