Sonntag, 25. Februar 2024
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Schwuler Romney-Sprecher wirft das Handtuch

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Es war eine kleine Sensation, als der konservative republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney vor zwei Wochen den offen schwulen Richard Grenell als außenpolitischen Sprecher vorstellte. Doch jetzt gibt Grenell auf. Erzkonservative Kräfte hätten ihn wegen seiner Homosexualität gemobbt, deutet er gegenüber der „Washington Post“ an.

Eine „aufgedrehte und voreingenommene Debatte“ über persönliche Angelegenheiten würde ihn ihn seiner Arbeit beeinträchtigen, So Grenell. Die bei den Republikaner immer stärker werdenden Erzkonservativen hätten sich nicht nur an Grenells Homosexualität gestoßen, sondern auch an seinem Befürworten der Homo-Ehe.

Matthew Frank vom konservativen Witherspoon Institute fand es „problematisch“, dass Grenell im Gegensatz zu seinem Chef ein „leidenschaftlicher Aktivist für gleichgeschlechtliche Ehen“ sei – schließlich müsse Romneys Kampagne „unmissverständlich“ gegen eine Öffnung der Ehe sein.

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Bei Romney selbst bedankt sich Grenell dafür, dass dieser an ihn geglaubt habe und dass „offenes Schwulsein für ihn und sein Team kein Thema war“.

Auch aus Romneys Team hört man Verärgerung darüber, dass ihnen ein enger Mitarbeiter von der eigenen Partei herausgeschossen wurde. Romneys Kampagnenmanager Matt Rhoades sei „enttäuscht, dass Richard sich aus persönlichen Gründen für den Rücktritt entschieden hat“. Man wollte, dass er bleibt, weil er für den Posten „hervorragende Qualifikationen“ mitgebracht hat. So war Grenell unter George W. Bush bereits Sprecher der US-Vertretung bei den Vereinten Nationen.