Gery Keszler vier Tage vor Society-Bashing im Marchfelderhof

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Diese alte Weisheit hätte sich Life-Ball-Organisator Gery Keszler vielleicht kurz überlegen sollen, bevor er am Sonntag bei Ö3-Talkerin Claudia Stöckl über die „Marchfelderhof-Society“ hergezogen hat. Denn vier Tage zuvor hat er sich ebendort in illustrer Runde Spargel schmecken lassen.

„Das kotzt mich so an“, sagte Keszler am Sonntag über die „futternde Marchfelderhof-Society“, zu der für ihn „von Maria Lahr bis Jeannine Schiller und Richard Lugner“ gehören. Er sei „einige Jahre da wirklich Mitläufer“ gewesen, da man „letztendlich einen Lobbyismus betreiben“ müsse, sagt er in dem Radiointerview: „Aber das hat alles damals seinen Sinn auch gehabt, ich will das jetzt nicht verteufeln. Es war nur etwas extrem Oberflächliches.“

Keszler dürfte allerdings nicht vor einigen Jahren dieser oberflächlichen Gesellschaft abgeschworen haben, sondern erst kurz vor dem Interview. Denn sämtliche österreichischen Society-Reporter sahen, filmten und fotografierten Keszler am 2. Mai ausgerechnet im Marchfelderhof, als er auf Einladung der ehemaligen Operettensoubrette Birgit Sarata selbst Spargel „futterte“.

Auch Jeannine Schiller kann nicht verstehen, warum Gery Keszler gerade sie kritisierte. „Er predigt ja immer Humanismus und Toleranz, wo ist da die Toleranz! Leute, die Charity machen, sollten einander Respekt entgegenbringen. Ein kultivierter Mensch würde doch nie öffentlich über andere herziehen“, ärgert sich Schiller in der Tageszeitung „Heute“. Denn auch sie setzt sich mit einem hohen persönlichen Einsatz für den guten Zweck ein: Schiller sammelt seit 2004 jedes Jahr rund 70.000 Euro, um den Betrieb eines Heimes für behinderte Kinder in Moldau zu sichern.

Besonders bitter: Beim allerersten Life Ball war die für ihr großes Herz bekannte Jeannine Schiller für Gery Keszler sogar auf dem Catwalk. Nun fragt sich die Society, warum er ausgerechnet eine Unterstützerin der ersten Stunde so beleidigt.