‚Kein Russland-Visum für Madonna‘

Weil Madonna sich bei ihren Konzerten in Russland und St. Petersburg für die Rechte von Lesben und Schwulen einsetzen will, fordert ein Geistlicher nun, der Pop-Diva kein Visum für Russland auszustellen.

Im März ist in St. Petersburg ein Gesetz in Kraft getreten, dass „öffentliche Handlungen, die auf die Propaganda von männlicher und weiblicher Homosexualität, Bisexualität oder Transgenderismus unter Minderjährigen abzielen“, unter Strafe stellt. Madonna hatte auf Facebook angekündigt, auf ihrem Konzert am 9. August über „diese unsinnige Härte“ zu reden sowie sich mit Vertretern der Schwulengemeinschaft zu treffen, um „ihnen zu helfen und Kraft zu verleihen“.

Das möchte Andrej Kurajew, Professor an der Moskauer Geistlichen Akademie, verhindert. Er fordert das russische Außenministerium auf, der amerikanischen Pop-Diva Madonna die Einreise zu verweigern. Immerhin sei das Ziel ihrer Reise ihren eigenen Angaben zufolge die Verletzung eines russischen regionalen Gesetztes, so der Geistliche. „Eine Staatsführung, die Gesetze verabschiedet und deren Umsetzung nicht kontrolliert, verdient keinerlei Respekt“, poltert Kurajew weiter.

Vitali Milonow, der Autor des umstrittenen Gesetzes, hat bereits angekündigt, dass „Vertreter von Gesellschaftsorganisationen“ die Einhaltung des Gesetzes kontrollieren werden. Sollte Madonna bei ihrem Konzert gegen das „Anti-Homo-Propaganda“-Gesetz verstoßen, droht ihr eine Geldstrafe von umgerechnet 125 Euro. Ein Betrag, den die Queen of Pop verschmerzen kann, gibt es doch für ihre Konzerte teurere Karten.