[Video] US-Turner Josh Dixon outet sich

Erneut hat sich ein Sportler geoutet, der gute Chancen hat, bim Sommer bei den Olympischen Spielen in London teilzunehmen: Der US-amerikanische Turner Josh Dixon hat sich auf der schwul-lesbischen Sportseite „Outsports“ zu seiner Homosexualität bekannt.

Dixon studiert seit 2008 auf der bekannten Stanford-Universität, etwa 60 Kilometer von San Francisco entfernt. Seit dem ersten Semester ist er dort in der Turnmannschaft – und dort hatte niemand ein Problem mit dem schwulen Teamkollegen; „Nicht einmal im Ansatz“ gab es negative Reaktionen – den Druck vor einem Coming Out habe er sich selbst aufgebaut, aus Angst, als schwuler Turner ein Klischee zu erfüllen.

Seine sexuelle Orientierung würde „nie beeinflussen, wie ich bewertet werde oder wie meine Position innerhalb der US-Olympia-Teams ist“, ist dich Dixon, der afrikanische und japanische Wurzeln hat, sicher.

Dass Dixons Homosexualität nicht vorher publik wurde, lag vor allem an seinem Stundenplan: „Essen, schlafen, trainieren und Hausübungen machen“ war der Lebensinhalt des Spitzensportlers.

In dem Interview erzählt Dixon auch, dass er „viele weitere schwule Sportler“ kennengelernt hat, die mit ihm offen über ihre Homosexualität gesprochen haben.

Der Turner gilt als Anwärter für einen Olympia-Startplatz: Am Samstag hat er bei einer Qualifikation in Colorado Springs unter 72 Teilnehmern den zweiten Platz erreicht. Damit wäre er der erste offen schwule Turner bei Olympischen Spielen: Der australische Trampolinturner Ji Wallace outete sich erst 2005 – fünf Jahre, nachdem er in Sydney die Goldmedaille gewonnen hatte.

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