‚Top 5‘ der Homophobie in Österreich

Heute ist der Internationale Tag gegen Homophobie. Passend dazu hat der offen schwule Bundesrat Marco Schreuder von den Grünen eine Liste mit seinen persönlichen „Top 5“ der Homophobie in Österreich erstellt. Er sieht seine politischen Mitbewerber auf dieser Liste vor den Religionen.

An die Spitze der subjektiven Liste hat es die ÖVP geschafft. Die Volkspartei habe es noch immer nicht geschafft, „die Lebensrealitäten von Lesben und Schwulen zu erkennen, und bleibt ihrer Haltung treu, lesbische und schwule Eltern samt ihren Kindern zu diskriminieren und in Rechtsunsicherheit zu belassen“.

Silber geht in Schreuders Ranking an die Freiheitlichen. Und zwar, weil die FPÖ „nicht nur gegen MigrantInnen wettert, sondern auch immer wieder durch Ausritte gegen Lesben und Schwule auffällt“.

Der dritte Platz geht recht allgemein an „Religionen“. Schreuder gesteht zwar ein, dass sich viele Religionen bemühen, „antidiskriminierende Grundsätze zu entwickeln – und das ist gut so -, aber fallen immer wieder durch enorm homophobe Äußerungen Einzelner oder radikaler Gruppen auf.“

Auf Platz vier hat der bekennende Rapid-Fan Fußballfans gelistet. Seine Erklärung: „Zwar gehören homophobe Sprechchöre in Fußballstadien immer mehr der Vergangenheit an, sind aber leider noch zu hören“.

Auf dem letzten Platz sind „Promis und ExpertInnen für eh alles, die keine schwulen Tanzpaare im Fernsehen sehen wollen und damit demonstrieren, dass sie Lesben und Schwule nur akzeptieren, wenn sie sich verstecken und nicht öffentlich zeigen“ – eine deutliche Kritik an Societygrößen wie Niki Lauda oder Richard Lugner, die in den letzten Monaten durch homophobe Kommentare aufgefallen sind.