Auch auf den Philippinen Ärger für Lady GaGa

Nach der vorläufigen Absage ihres Konzerts in Indonesien könnte Lady GaGa auch Probleme mit ihrem Auftritt in der philippinischen Hauptstadt Manila bekommen.

Genau genommen tritt die 26-Jährige heute und morgen in der Vorstadt Pasay auf – und deren Bürgermeister Antonino Calixto warnt Lady GaGa: Sie müsse „jegliches unzüchtige Verhalten“ auf der Bühne unterlassen, das gegen die Sitten und Gepflogenheiten des Landes verstoße.

Calixto sagte, er habe die Organisatoren bereits gewarnt, dass Kontrolleure während der Konzerte das Verhalten der Sängerin überwachen würden. Er erklärte, dass bereits mehrere christliche Gruppierungen gegen die geplanten Auftritte protestiert hätten.

Erzbischof Ramon Arguelles ruft sogar zu einem Boykott der Konzerte auf: Die Fans wären „in Gefahr, in die Klauen Satans zu geraten“, fürchtet der Geistliche.

Auch Alfredo S. Lim, der konservative Bürgermeister von Manila, hält die Sängerin offenbar für eine Gefahr: Er warnt davor, dass Lady GaGa Homosexualität propagiere: „Auf jeden Fall sollten wir unseren Kindern und Jugendlichen die Vorzüge eines gesunden und normalen Lebensstils einimpfen, und ihnen davon abraten, homosexuellen Aktivitäten gegenüber Nachsicht zu zeigen oder sie selbst zu betreiben“, warnt er auf seiner Homepage.

Ovation Productions, der Organisator der Konzerte in Manila, wollte sich zu den Forderungen nicht äußern. Und auch die Fans lassen sich offenbar von den Warnungen nicht beeindrucken: Das Konzert am Dienstag musste wegen des großen Andrangs auf die Tickets nachträglich eingeschoben werden.