Jeder Fünfte in Nordrhein-Westfalen homophob

Eigentlich gilt Nordrhein-Westfalen als lesben- und schwulenfreundliches Bundesland: Eine bunte Szene in Köln, eine rot-grüne Regierung, offene Rheinländer sind eigentlich gute Voraussetzungen für ein Zusammenleben ohne Vorurteile

Und trotzdem hat einer neuen Studie des Emanzipationsmininsteriums zufolge jeder Fünfte offene Vorurteile gegen Lesben und Schwule. Besonders bedenklich: Besonders bei 16- bis 21-Jährigen ist ein leichter Anstieg homophober Einstellungen bemerkbar.

Wenig überraschend: Homophobie ist besonders bei Älteren, weniger Gebildeten, Männern, Migranten und auf den Land verbreiteter. Oft ist sie auch mit auch mit anderen Vorurteilen wie Fremdenfeindlichkeit verbunden.

Die zuständige Emanzipationsministerin Barbara Steffens von den Grünen will dagegen ankämpfen. Sie macht klar: „Vorurteile gegenüber Lesben und Schwulen sollten in einer modernen Gesellschaft keinen Platz haben.“