Transgender kommt in Miss-Universe-Finale

In Kanada hat es die Transgender Jenna Talackova ins Finale der Wahl zur „Miss Universe Canada“ geschafft – und einen der Titel gewonnen.

Talackova wurde zunächst von der Wahl ausgeschlossen, weil sie nicht als Frau geboren wurde. Doch sie wehrte sich: Die Drohung einer Klage und das weltweite mediale Echo haben die Organisatoren der Wahl umdenken lassen und die 23-Jährige, die sich mit 19 einer geschlechtsanpassenden Operation unterzogen hat, zugelassen.

Nun schaffte es Jenna Talackova ins Finale der letzten zwölf. Siegerin der kanadischen Vorentscheidung wurde allerdings die 26-jährige Sahar Biniaz, die nun im Dezember das Land in der internationalen Endrunde vertritt.

Auch, wenn Jenna Talackova den Titel zur „Miss Universe Canada“ nicht gewonnen hat, gilt ihre Teilnahme als Meilenstein für die Rechte von Transgender. Einen Titel hat sie allerdings bekommen: Von ihren Mitbewerberinnen wurde Talackova gemeinsam mit drei weiteren Finalistinnen zur „Miss Congeniality“, dem Preis für die beliebteste, freundlichste und kollegialste Teilnehmerin ausgezeichnet.

Ab nächstem Jahr gibt es für Transgender übrigens keine Beschränkungen mehr bei der Teilnahme an der „Miss Universe“-Wahl. Nach den Schlagzeilen rund um Jenna Talackova haben Donald Trump, dessen Unternehmen die Rechte an der Schönheitskonkurrenz besitzt, und die Organisatoren eine generelle Regeländerung für alle „Miss Universe“-Wettbewerbe ab 2013 beschlossen.

Jenna Talackova kann sich nach diesem wichtigen Sieg nun wieder ihrem Studium widmen. Sie studiert in Toronto am Institut für ganzheitliche Ernährung.