Mariahilfer Straßenfest ein voller Erfolg

Nicht nur der Wettergott hat es mit den Veranstaltern des Straßenfestes „andersrum ist nicht verkehrt in Mariahilf“ gut gemeint – auch die Mariahilfer Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann ließ mit einer Überraschung aufhorchen.

Es war ein rundum gelungenes Fest: Auf der Bühne die besten schwul-lesbischen Künstler, die Österreich zu bieten hat, jede Menge Vereine mit ihren Infoständen und ein gut gelauntes Publikum halfen, „andersrum ist nicht verkehrt in Mariahilf“ auch in diesem Jahr zu einer erfolgreichen Veranstaltung zu machen.

Höhepunkt war ohne Zweifel der Auftritt von Conchita Wurst. Auch, wenn sie es nicht zum Song Contest nach Baku geschafft hat: In der Otto-Bauer-Gasse war man von ihrem Sangestalent restlos begeistert. Ob ihre eigenen Lieder, Tina Turner oder Céline Dion – die Wurst weiß, was sie tut. Und sie tut es hervorragend. Drei Zugaben und etliche Autogramm- und Fotowünsche nach dem Auftritt sprechen eine deutliche Sprache, wie sehr auch das Publikum des Straßenfestes von ihr verzaubert wurde.

Mit einer kleinen Sensation wartete anschließend die Mariahilfer Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann auf: Sollte die Mariahilfer Straße auf Höhe Otto-Bauer-Gasse nächstes Jahr schon autofrei sein, würde sie das Straßenfest gern auf Österreichs meist frequentierte Einkaufsstraße ausdehnen – um Lesben und Schwule noch deutlicher in den Mittelpunkt zu rücken.

Die Veranstaltung selbst braucht sich vor einer Ausdehnung nicht zu füchten – das Mariahilfer Straßenfest hat in diesem Jahr bewiesen, dass es bei schwul-lesbischen Veranstaltungen die Standards setzt. Standards, mit denen sich auch größere Events ab sofort messen lassen werden müssen.