SPÖ und Grüne Vorarlberg fordern völlige Gleichstellung

Antrag im Landtag hat wenig Aussicht auf Erfolg

Landtag Vorarlberg
VLK/A. Serra

In der heutigen Sitzung des Vorarlberger Landtages bringen SPÖ und Grüne einen gemeinsamen Antrag ein, der die völlige Gleichstellung schwuler und lesbischer Paare fordert.

Landesregierung soll Pflegefamilien für schwule und lesbische Paare öffnen

In dem Antrag fordern die beiden Parteien unter anderem, dass die Landesregierung gleichgeschlechtlichen Paaren ermöglichen soll, sich als Pflegeeltern bewerben zu dürfen. In Wien gibt es bereits einige schwule und lesbische Pflegeeltern, hier hat man gute Erfahrungen gemacht.

Geht es nach SPÖ und Grünen, soll die Landesregierung außerdem „weitere diskriminierende Rechtsmaterien aufzeigen und im eigenen Wirkungsbereich“ ändern, sowie die Bundesregierung darauf drängen, dies auch zu tun.

Ein weiterer Punkt des Antrags beschäftigt sich ebenfalls mit Bundesrecht: Das Land Vorarlberg möge, so SPÖ und Grüne, sich bei der Bundesregierung für eine Aufhebung der Verbote für Adoptionen und künstliche Befruchtung einsetzen.

FPÖ lehnt Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare ab

In diesem Punkt ist die FPÖ erwartungsgemäß klar dagegen: Man lehne die Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare ab. Eine völlige Gleichstellung von homosexuellen Paaren und traditionellen Ehen komme nicht in Frage, so die freiheitliche Familiensprecherin Kornelia Spiss.

Ob der Antrag angenommen wird, ist mehr als zweifelhaft: SPÖ und Grüne stellen gemeinsam gerade einmal sieben der 36 Mandatare des Vorarlberger Landtags. Die ÖVP hat mit 20 Mandaten die absolute Mehrheit.