‚Keine schwule Soldaten in Kasachstan‘

In Kasachstan gibt es keine schwulen Soldaten. Davon ist zumindest der Verteidigungsminister überzeugt. Er hat klar gemacht, dass gleichgeschlechtlich liebende Männer in der Armee nicht willkommen sind.

Verteidiungsminister Adilbek Dzhaksybekov bekam auf seinem Blog eine Anfrage, was denn passiere, wenn schwule Männer zum verpflichtenden Wehrdienst einberufen würden. Seine Antwort: Sie würden ausgemustert, weil sie eine „Störung des Sexualempfindens“ hätten. Er erläuterte weiter, dass Homosexualität durch psychiatrische Tests erkannt werden könne.

Eine Einstellung, die in der Region weit verbreitet sein dürfte: Auch das türkische Militär erklärt schwule Männer für untauglich, erwartet aber eindeutige Beweise dafür – bis hin zu Beweisfotos, die den Betroffenen als passiven Partner beim Analverkehr zeigen.

Gesetzlich ist Homosexualität in Kasachstan seit 1998 straffrei, Lesben, Schwule und Transgender sind rechtlich auch vor Diskriminierung geschützt. Eine Studie aus dem Jahr 2010 zeigt aber, dass dieser Schutz in der Praxis nicht vorhanden ist.